Sie sind mit 23 Punkten und dem daraus resultierenden 6. Tabellen-platz im Niemandsland der Tabelle der A-Klasse 9, und - fast ein bisschen verwunderlich- sind darüber nur sehr begrenzt enttäuscht.
Im Gespräch mit anpfiff erklärt der Spielertrainer des SV Motschenbach, Christian Seidel, warum in Motschenbach die Uhren manchmal etwas anders gehen. Was auf alle Fälle nicht passieren wird, ist der Umstand dass der SVM angesichts seiner geringen Chancen zum Wiederaufstieg Geld in die Hand nehmen wird, nur um Spieler von anderen Vereinen zu verpflichten. Dieses Handlungsprinzip "Geld in die Hand nehmen“ und Spieler von anderen Vereinen zu verpflichten, dass ist gar nicht das Ding des SV Motschenbach. Daran ändert auch die momentane Situation im Mittelfeld der Tabelle nichts. "Natürlich wären wir gern wieder aufgestiegen", so Christian Seidel, "oder zumindest beim Führungsquintett dabei gewesen, aber bereits bei der Kaderentwicklung zwischen den beiden Serien war, klar dass dieses Unterfangen schwierig wird.Aktuell jenseits von Gut und Böse.

Keeper Sebastian "Jupp" Kolb kann im März wieder eingreifen.
Dieser 6. Tabellenplatz,zumindest optisch jenseits von Gut und Böse, bietet nach Ansicht von Christian Seidel auch Chancen. „Natürlich wollen wir in den ersten Spielen des neuen Jahres uns zunächst nach hinten absichern, und dann schauen ober einer der Titelaspiranten schwächelt. Da kann das Auftaktspiel gegen den SV Hutschdorf zum Jahresbeginn auch gleich Klarheit schaffen.
„Wenn wir dann wirklich feststellen“, Integration der Eigengewächse hat Priorität Ein weiterer Aspekt wieso es nicht ganz nach vorne gereicht hat,ist der Umstand, dass Stammkeeper Sebastian Kolb bereits vor dem ersten Punktspiel, nämlich beim Totopokal, mit einem Kreuzbandriss ausfiel. Kolb wird jetzt im März voraussichtlich wieder eingreifen. "Ich habe die ganze bisherige Saison mit einem A-Junioren-Keeper gespielt", so der Spielertrainer des SVM. Und Domenic Schuberth, das ist der A - Junioren Keeper, hat seine Sache ausgezeichnet gemacht. Natürlich hat der noch nicht die Routine und Erfahrenheit eines langjährigen Keepers, die kann er gar nicht haben".
Integration der Eigengewächse hat Priorität

Ein seltenes Bild in Motschenbach: Christian Seidel konzentriert sich lieber auf seine Traineraufgabe und schenkt dem Nachwuchs sein Vertrauen.
Aber da wird auch schon der zweite positive Aspekt deutlich, den der SV Motschenbach einem Mittelfeldplatz abgewinnen kann. Dies ist die Integration von Jugendspielern. Denn das ist das große Credo beim Sportverein des Mainleuser Ortsteiles: Wenn es geht nur mit Eigengewächsen operieren. Und so hat jeder Spieler,der in der ersten Mannschaft an den Start geht, schon einmal einer Jugendmannschaft des SV gespielt."Ausbildung und Integration in den Verein" sind für uns Zielsetzungen,die ganz oben stehen " weist Christian Seidel immer wieder hin. So ist es auch nicht verwunderlich, dass mit Marcel Wachter und Christian Haas zwei Jugendspieler schon permanent in der Motschenbacher Ersten spielen, und zwei weitere werden voraussichtlich in der Winterpause zusätzlich hochgezogen. "Wenn es uns gelingt in der Rückrunde bereits vier oder fünf Jugendspieler zu integrieren, dann kann ein strategischer Mittelfeldplatz auch ein großer Erfolg sein", ist sich der Spielertrainer des SVM sicher. Das eröffnet auch gute Perspektiven für die neue Serie, vorausgesetzt die Spieler bleiben dem SVM treu. Ein weiterer Aspekt wird sein, dass dann der eine oder andere Jugendspieler die Doppelbelastung nicht mehr hat, und das wird, da ist sich der Coach sicher, auch zu Leistungskonstanz und Stabilität im Seniorenbereich führen.
Tagesgeschäft darf nicht vergessen werden
Bei aller strategischen Ausrichtung darf das kurzfristige bei den Motschenbachern aber auch nicht aus den Augen verloren werden: Am 7. Februar bittet der SVM seine Jungs zum Auftakttraining für die Rückrunde.Dann sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um beim Spiel gegen Aufstiegsaspiranten Hutschdorf gleich ein Zeichen setzen zu können.Wobei für Christian Seidel der BSC Kulmbach der große Aufstiegsfavorit ist. Als zweiten direkten Aufsteiger kann er sich den VfR Neuensorg vorstellen, der Dank seiner tschechischen Spieler, die bereits zu Kreisligazeiten im Einsatz waren, mittlerweile deutlich zugelegt hat. Als individuell sehr stark schätzt der Motschenbacher Trainer auch die SpVgg Windischenhaig ein. "Die sind von den Einzelspielern top besetzt, die Frage wird sein wie die Mannschaft harmonieren wird. Aufgrund dieser Stärke der Kontrahenten dann auch das eher nüchterne Schlussfazit im anpfiff Gespräch: "Die A- Klasse 9 ist sehr stark, wir haben personell nicht nachgelegt, also müssen wir realistisch bleiben." |